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Responsum

↖️ OF Tui sunt caeli

„ter-ra-rum“ Wir plädieren doch für „mi“. L und Ch nicht eindeutig so oder so.

„ius-titia“ Der Intonations-Torculus ist in unserer Schreibgewohnheit grundsätzlich mit Quartanstieg. Im Anschluss an das finale „mi“ des 1. und 2. Verses ist die Quint „re-la“ logischer zu singen. In allen Hss ist der Intonations-Torculus auf der Silbe „ius“ zur Clv reduziert. Einzig E und Kl notieren einen Quintanstieg „re-la“.

1. Versus

↖️ V1 Magnus et metuendus

„circui-tu“ kein si-be-molle: Mp notiert „sol-si-be-molle“. Auffällig ist die melodische Differenz zwischen A (sol-si) und Y (la-do). Kl als prominentester Vertreter der do-Revision weicht mit den ersten beiden Tönen auf „sol-do“ aus und bestätigt somit indirekt E: einerseits mit dem „inferius“ unterhalb des ersten Tons und andererseits mit dem „levare“ oberhalb des zweiten Tons.

„ma-ris“ Auch hier gibt Kl einen Hinweis auf das „si-naturale“; vgl. auch den Kontext: nachfolgendes do auf „mo-tum“!

Vgl. zur Thematik des „si-naturale“ auch den Jubilus des AL 4*.

2. Versus

↖️ V2 Misericordia

„Mi-sericordia“ L, A, Y, Bv (re / do) gegen E, Ch, MR, Kl, Mod (fa).

ve-ritas“ 7. Ton der Neume: mi, cf. E inferius mediocriter, Y und Kl gehen zum „re“, Bv u A gehen nur zum „mi“.

„praei-bunt ante“: Rezitation „mi“ oder „fa“: nach den adiastematischen Hss ist beides möglich. Rezitation „mi“ nur in Bv, alle anderen diastematischen Hss „fa“ (50 : 50). Es bleibt nur eine ästhetische Entscheidung über! „Stans ante faciem dei misericordiae et veritatis“ scheint uns eher ein selbstbewusstes „fa“ als ein unterwürfig, geheimnisvolles „mi“ wert.

3. Versus

↖️ V3 Tu humiliasti

In unserer Sprache (das Quilisma ist kein Ton) ist die Neume „humi-li-asti“ ein QuilismaPes subpunctis.